Die psychische Störungen durch Alkoholmissbrauch

Die durch den Alkoholmissbrauch bedingte Hirnschädigung äußert sich auf psychischem Gebiet vor allem in Störungen des Gedächtnisses, in einer allgemeinen Verlangsamung, im Nachlassen der Urteils- und Kritikfähigkeit und in einer Veränderung des Gefühlserlebens mit Enthemmung, Rührseligkeit, zunehmender Gleichgültigkeit. Die Interessen engen sich immer mehr auf den Alkohol ein, Aufgaben und Verpflichtungen verlieren an Bedeutung.

Die körperliche Schäden durch Alkoholmissbrauch

Alkohol hat wie keine andere vergleichbare Substanz gleichzeitig 4 verschiedene Eigenschaften: Er ist ein Nahrungsmittel, ein Genussmittel, ein Rauschmittel, und ein Gift. Alkohol ist sogar sehr giftig, wenn er in größeren Mengen rasch getrunken wird. So kann z. B. eine Flasche Schnaps, in kurzer Zeit getrunken, zu tödlicher Vergiftung führen. Aber auch geringere Mengen können äußerst schädlich sein, wenn sie regelmäßig über längere Zeit getrunken werden.

Entzugserscheinungen der Alkoholabhängigkeit

Die körperliche Abhängigkeit ist die Folge eines langjährigen, übermäßigen Alkoholgenusses und der dadurch entstandenen Anpassung des Körpers an den Alkohol: der Körper entwickelt eine Toleranz. Die Wirkung der Droge, in diesem Fall des Alkohols, lässt nach bzw. der Körper braucht immer mehr von der Droge, um die ursprüngliche Wirkung zu erreichen.

Die Phasen der Entwicklung des Alkoholismus

Im zeitlichen Ablauf der Entwicklung des Alkoholismus können (nach der Einteilung durch Jellinek) 4 Phasen unterschieden werden: voralkoholische Phase, Anfangsphase, kritische Phase, chronische Phase. Die ersten beiden Phasen werden oft weder vom Betroffenen noch von den Angehörigen richtig wahrgenommen und erkannt.

Welche Haupttypen von Alkoholkranken (nach Jellinek) kann man unterscheiden

Wenn im Folgenden versucht wird, einige Haupttypen von Alkoholkranken zu beschreiben, so sei vorausgeschickt, dass – wie bei fast allen Kategorisierungsversuchen in anderen Fachgebieten – die aufgeführten Einteilungsmerkmale nicht immer zutreffen und die Alkoholkranken nicht immer und nicht vollständig in die vorgegebenen Typen einzuordnen sind. Es gibt viele Übergangsformen und Mischtypen.

Wie soll sich der Alkoholkranke nach einer Entwöhnungsbehandlung verhalten?

Vor allem in der ersten Zeit nach der Entlassung aus einer stationären Entwöhnungsbehandlung ist der Alkoholkranke noch stark gefährdet, wieder rückfällig zu werden. Wichtigster Schritt ist es deshalb, noch vor, spätestens aber sofort nach der Entlassung zu einer der Selbsthilfeorganisationen oder Nachsorgegruppen persönlichen Kontakt aufzunehmen.